Es gab eine Zeit da flogen die Drachen in der uns bekannten Welt herum und sie waren die Herren der Länder……
So wie wir, so hatten auch sie eine Königin, ihr Name war Alexstrasza. Sie und ihre roten Drachen waren um einen immerwährenden Ausgleich der Mächte bemüht und schufen dadurch Frieden und Wohlstand für die jungen Völker der Elfen, Zwerge und Menschen.
Als Mitglieder des ehrwürdigen Rates von Dalaran der Kirin Tor saßen sie in humanoider Gestalt im Rat. Der ehrwürdigste nach seiner Königin war Korialstrasz, ein großer roter Drache mit magischen Fähigkeiten, die durch sein zweites Ich – Krasus, ein Hochelf und Feuermagier – noch zusätzlich verstärkt wurden. Beide waren eins und doch konnten sie auch gleichzeitig unter uns wandeln. Einer am Boden und einer hoch oben in den Lüften um Ausschau zu halten…
So leisteten die Drachen schon im ersten Krieg wertvolle Hilfe gegen die Brennende Legion und ihre zahlreichen Vertreter wie die Orks.
Einer dieser Orks, Nekrus Skullcrusher ersann in seiner Not eine gar grausame List. Mit der Hilfe einer mächtigen Dämonenseele gelang es Ihm Alexstrasza festzusetzen und sie und ihre Kinder und Untertanen zu versklaven, damit diese nunmehr den Orks in ihrem Kampf gegen die Allianz von Elfen, Zwergen und Menschen beistehen würden.
Da sie die Drachen beherrschten schlug ihnen nun wieder Kriegsglück entgegen und der schon verloren geglaubte zweite Krieg wendete sich…
Auf Grund dieser Besonderheit nannten sich fortan die Mitglieder von Skullcrushers Klan: Dragonmaw (Drachenklan) und sie siedelten in der uneinnehmbaren Festung Grim Batol in der Gegend von Khaz Modan…
Nur wenige Drachen konnten sich diesem Zwang entziehen und flüchteten. Die Bestürzung war groß, ihre Königin unter der Kontrolle der Orks zu wissen, aber die Angst sie bei einem Befreiungsversuch möglicherweise der Gefahr des Todes auszusetzen, lähmte sie….
Nur Korialstrasz war fortwährend bemüht ihrer Gefangenschaft ein Ende zu bereiten, und wagte einiges und setzte sich nimmermüde dafür ein. Nur wenige Verbündete standen ihm dabei zur Seite: Die Elfen und die Widerstandkämpfer der Zwerge, die unermüdlich, aber aussichtslos, die Orks mit ihrer Drachenwache attackierten.
Die Menschen hatten mit Lord Prestor nur eine kleine tapfere Abordnung entsandt.
Khaz Modan war weit entfernt und darum waren sie auch nicht allzu interessiert an dieser Front in diesem Krieg.
Durch seinen Einfluss im Rat der Kirin Tor gelang es Krasus den Rat dazu zu bewegen einen Abgeordneten an den Schauplatz des Geschehens zu entsenden, um sich zumindestens ein Bild von der Situation vor Ort zu machen. Schließlich sei bei einer Niederlage der kleinen Allianz die ganze Welt wieder bedroht, so war seine Argumentation.
Der Rat von Kirin Tor wählte einen jungen, heißblütigen und deswegen unbeliebten menschlichen Magier für diese Mission. Wohl in der Hoffnung, dass damit die Mission auf jeden Fall scheitern würde. Sein Name war Rhonin. Krasus widersprach der Entscheidung des Rates nicht, wohl weil er fühlen konnte, dass dieser junge Magier sehr wohl eine Wende herbeiführen kann.
Rhonin machte sich ehebaldigst und voller Erwartung auf den Weg und er trifft nach einer langen und beschwerlichen Reise in Khaz Modan ein. Im Tal angelangt ergibt sich für ihn die einmalige Gelegenheit sein Können unter Beweis zu stellen: Korialstrasz, der wieder einmal einen Angriff auf Grim Batol geleitet hatte, war schwer verletzt ins Tal hinunter geflogen, um dort nach Heilung zu suchen, als er auf Rhonin, der dort Rast macht, trifft.
Durch Krasus kannte Korialstrasz den jungen Magier bereits und er war überaus dankbar als Rhonin seine magischen Kräfte dazu verwendete um seine Wunden zu heilen und ihn wieder zu stärken. Korialstrasz erkannte aber mehr - sein Drachenblick und seine Drachenkin Sinne, waren schließlich besser als die der Elfen -., dass er es hier mit einem ganz besonderen menschlichen Wesen zu tun hatte, eines, das in der Lage sein würde die Barriere der Dämonenseele um seine Königin zu beenden.
Aus Dankbarkeit für seine Heilung teilte er Rhonin mit, wie dieser zusätzliche magische und physische Energie aus der Anwesenheit von Drachen ziehen könne und weihte ihn in die Möglichkeit ein, Drachenzorn mit seinem Zorn in Einklang zu bringen und dadurch wahrlich übermenschliche Kräfte zu erlangen.
Rhonin versprach ihm im Gegenzug diese neu erworbenen Kräfte nur für gute Zwecke einzusetzen, aber allen voran, die Befreiung der Königin anzustreben….
Und, so geschah es: Rhonin drang in die Festung von Grim Batol ein…
Mit dem Einsatz seiner nunmehr gestärkten Magie entgeht er der Entdeckung der Orks und der Drachen, die in perfider Weise für diesen Dienst eingeteilt wurden, und meistert es die Dämonenseele, die Alexstrasza gefangen hält, zu zerstören.
Damit wird für Alexstrasza die Flucht möglich und endlich greifen auch die anderen Drachen in den Kampf ein und besiegen die Orks, die nur vereinzelt, aber leider mit ein paar der wertvollen Dracheneier im Gepäck entkommen können. Diese Eier werden sie, wie es uns die Vergangenheit schon bewiesen hat, auch weiterhin für ihre niederen Zwecke einsetzen.
Korialstrasz ist wahrlich überglücklich seine Königin und heimliche Liebe Alexstrasza befreit und wohlbehalten wieder zu haben und bricht mit ihr zusammen auf, um nach den Eiern beziehungsweise den Kindern (Netherschwingen) von Alexstrasza zu suchen…
Und unser aller Meister?
Rhonin bleibt mit den Mitstreitern der Allianz zurück und macht sich auf, die verbliebenen Reste der brennenden Legion zu suchen und zu besiegen, seine Wege führten ihn dazu nach Karazhan und bis in die letzten Winkel von Northrend, wo inmitten der Eiswelt verborgen noch immer Anführer der Brennenden Legion herrschen.
Da die Aufgabe die Welt zu durchsuchen und wo immer nötig das Böse zu bekämpfen selbst für einen so mächtigen Magier wie ihn nicht alleine zu bewältigen war, gründet er einen Bund und er nimmt in diesen Bund Gesinnungsgenossen aller Rassen und Klassen auf, die, eingeschworen auf dieses Ziel, zusammen mit ihm es verfolgen.
Er weiht die neuen Mitglieder nach ihrer Aufnahme in die Geheimnisse der Drachenenergie und den Zorn der Drachen ein und deswegen nennen alle Leute diesen Bund nur Drachenzorn!
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